Friedhof - Deutschpereg

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Deutschpereg
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Friedhof

Im ersten Jahr nach der Ansiedlung gab es noch keinen Friedhof im entstehenden Dorf. In der „Kirchengeschichte“ findet man darüber folgendes: die Leute mussten 1 Jahr hindurch selbst ihre Toten nach Pecica  führen, da der dortige Seelsorger nicht für das Anlegen und Einweihen eines Friedhofs sorgte.
Im Jahr 1853 legten die Ansiedler den Friedhof auf einem Teil der Östlichen Hutweide an.
In den folgenden Jahren waren bei Bestattungen  nur selten Seelsorger aus Pecica, Nadlak oder Battonya anwesend, die Bestattungszeremonie war  meistens Aufgabe des Vorbeters oder Lehrers. Laut Heinrich Waigand wurde erst 1884 ein Vertrag mit dem Pfarrer aus  Battonya abgeschlossen, der dazu führte, dass dessen Kaplan zweimal im Monat in der Pereger Kirche ein Hochamt  zelebrierte sowie an großen Feiertagen und zu Begräbnissen  nach Pereg kam.

Zu Ehren unseren Gefallenen und Toten der Deportation 1939-1951
Gravierte Tafel von Fr. Dr. Anna-Georgina Wieser (Fritz)
Entsprechend den Konfessionen besteht der heutige Friedhof aus drei Abschnitten; im römisch-katholischen Teil befindet sich eine Kapelle, zwei große Wegkreuze sowie das Kriegerdenkmal. Die Friedhofskapelle wurde von Katharina Svidran, geb. Schiffner im Jahre 1926 gestiftet. Die Friedhofsglocke weihte Pfarrer Josef Bido. Die Einsegnung der Kapelle nahm Dr. Augustin Pascha als damaliger Apostolischer Administrator am 15. September 1926 vor. Im Inneren weist die Kapelle eine Reihe von religiösen Motiven auf, die Johann Dittrich (Hausnr. 144) malte.
Die letzte Außenrenovierung wurde mit finanzieller Unterstützung seitens der Heimatorts-gemeinschaft Deutschpereg im Mai 1995 erfolgreich abgeschlossen.
Zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten des zweiten Weltkriegs stiftete Magdalena Fritz das als „Engel“ bekannte Kriegerdenkmal, dessen Gedenktafel jedoch keine Namen enthält, da die kommunistischen Behörden deren Eingravierung untersagten. Nach dem Umsturz der Regierung wurde solch eine gravierte Tafel von Fr. Dr. Anna-Georgina Wieser (Fritz) in Ungarn anfertigen gelassen und nachträglich an dem "Engel" angebracht, um den Opfern des Krieges zu gedenken.
Das eine Wegkreuz spendete Familie Eduard Hampel, das andere Familie Gregor Siegmeth im Jahre 1902. Zur Allerheiligen wurden die Gräber besonders schön mit Blumen und Blumenkränzen geschmückt. Der Toten gedachte man während eines Gottesdienstes im Friedhof sowie durch Anzünden von Kerzen und mit einem stillen Gebet an den Gräbern. Vor der Aussiedlung ließen viele die Gräber ihrer Angehörigen mit Betonplatten verschließen. Es muss Aufgabe unserer Heimatortsgemeinschaft bleiben, den Friedhof als Kulturdenkmal der deutschen Bevölkerung unserer Gemeinde so lange wie möglich zu erhalten. Dies sind wir unseren Ahnen, die einst unser schönes Heimatdorf in mühevoller Arbeit aufgebaut haben, schuldig.

Letzte Aktualisierung 08. 01. 2019
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